Der EU-Faktencheck bestaetigte praktisch jede Behauptung. Ueber alle Laeufe
seit Lage 42 lag der Anteil offener Punkte bei 6 Prozent, beim Weg ueber die
Anthropic-CLI bei 31 Prozent. In acht aufeinanderfolgenden Laeufen zur
Ceuta-Lage war er exakt null, achtmal zehn Behauptungen, zehnmal bestaetigt.
Bei derselben Lage bewerteten beide Wege dieselben Aussagen verschieden. Der
Anthropic-Weg stufte "22 EU-Laender kritisieren Spanien" mit sechs Quellen als
unbestaetigt ein, der EU-Weg dieselbe Aussage mit vier Quellen als bestaetigt.
Mehr Quellen und trotzdem vorsichtiger, das ist kein Zufall, sondern Bauart.
Drei Ursachen, drei Aenderungen.
1. Die Belegsuche kannte nur Bestaetigung. Alle Anfragen waren stuetzend
formuliert, wer so sucht findet auch nur Stuetzendes. Ein Anteil der
Anfragen (EU_VERIFY_COUNTER_SHARE, Vorgabe 0.3) ist jetzt eine Gegenprobe
und sucht gezielt nach Dementi, Richtigstellung, abweichenden Angaben und
der Darstellung der Gegenseite. Die Treffer sind im Kontext als
[GEGENPROBE] gekennzeichnet.
2. Das Modell konnte Belege nicht wirklich pruefen. Die Belegsuche lief mit
abgeschaltetem Volltext, das Modell sah je Treffer nur Ueberschrift und
Auszug. Ein Artikel zum Thema wurde damit zum Beleg fuer eine konkrete
Zahl. Bis zu EU_VERIFY_FULLTEXT_QUERIES Anfragen holen jetzt den
Artikeltext. Dazu die Ansage, dass ein Treffer, der nur das Thema erwaehnt,
kein Beleg ist, und dass eine Angabe, die praeziser ist als ihre Quelle,
nicht traegt.
3. Die zweite Runde lief nur in eine Richtung. Sie belegte offene Punkte nach,
und wenn nichts offen war, lief sie gar nicht. Ausgerechnet der Fall "alles
bestaetigt" blieb ungeprueft. Jetzt folgt dort eine Belastungsprobe. Sie
sucht ausschliesslich Gegenproben zu den staerksten Behauptungen und darf
Bestaetigungen zuruecknehmen, aber niemals vergeben. Zurueckgestuft wird
bei Widerspruch, bei Dementi, wenn die Belege die konkrete Angabe gar nicht
nennen, wenn die Behauptung praeziser ist als ihre Quellen, oder wenn nur
eine einzige Stelle berichtet. Ausserdem darf die Nachhak-Runde einen Status
jetzt auch absenken, wenn die Nachrecherche der Behauptung widerspricht.
Dabei fiel ein Robustheitsmangel auf. Scheiterte die zweite Runde, etwa weil
die Suche nicht erreichbar war, ging der gesamte Faktencheck verloren statt nur
die Zusatzpruefung. Die zweite Runde ist jetzt gekapselt, das Ergebnis des
ersten Durchgangs bleibt in jedem Fall erhalten.
Der Weg ueber die Anthropic-CLI bleibt unveraendert. Neu sind 26 Pruefungen,
insgesamt laufen 250 ohne Netzzugriff und ohne Kosten.
Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>